Der Rundgang folgt der Bebauung des sogenannten Gilschwitzer Hügels (Kylešovský kopec), die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einsetzte. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts standen hier mehrere bemerkenswerte Villenbauten und größere Gebäude – z. B. das Marianum (1908). Doch erst nach 1918, als aufgrund des Zuzugs neuer Staats- und Landesbeamten die akute Wohnungsnot gelöst werden musste, entwickelte sich der Gilschwitzer Hügel zu einem Wohnviertel. Es gelang, eine große Anzahl von Baugrundstücken vom fürstlichen Hof zu erwerben, der im Rahmen der Bodenreform parzelliert worden war. Der Prager Architekt Jindřich Freiwald, ein Schüler von Jan Kotěra, entwarf einen Bebauungs- und Parzellierungsplan für den Gilschwitzer Hügel, auf dem eine echte Gartenstadt entstehen sollte, ähnlich der Bebauung des Prager Viertels Ořechovka. Freiwalds sternförmiger Vorschlag entsprach jedoch nicht den örtlichen Gegebenheiten. Die Stadt beauftragte daher den Landesarchitekten Karl Gottwald mit der Ausarbeitung eines neuen Plans, der auf dem ursprünglichen Lageplan aus dem Jahr 1905 basierte und die Bebauung mit Einfamilienhäusern durch Mietshäuser ersetzte. Nach diesem Plan wurde schrittweise auch die neue Straße Boženy Němcové bebaut, die die Kreuzung der heutigen Straßen Rooseveltova, Březinova und Gudrichova mit der Bílovecká verbindet. Die übrigen Straßen wurden bereits überwiegend mit Einfamilienhäusern und Villen bebaut.