Lebenslauf
Liste der Bauwerke des Bauherrn:
- Beamtenwohnhaus des Verbandes der tschechischen (land)wirtschaftlichen Genossenschaften, Gudrichova 1258/4, Opava-předměstí, 1922
- eigenes Haus, Boženy Němcové 1357/18, Opava-předměstí,1924
- Villa von Miloš Čeleda, Gudrichova 1911/29, Opava-Předměstí, 1933 (nach dem Projekt von Jaroslav Pelán)
- Denkmal zur Gründung der ersten Feuerwehr in Schlesien, Opava-Kylešovice, 1933 (mit einem Relief des Bildhauers Vincenc Havel)
Julius Vysloužil kam in Kleinlatein (Slatinky) bei Proßnitz (Prostějov) in der Familie des Gastwirts Josef Vysloužil und seiner Frau Františka Vysloužilová, geborene Tomanová, zur Welt. Zunächst arbeitete er als selbstständiger Bauunternehmer in Polnisch Ostrau (Polská Ostrava, später Slezská Ostrava, heute Teil von Ostrava) und lebte im Stadtteil Zamost (Zámostí). Gleichzeitig betrieb er mit seinem Bruder Adolf, einem Maurer, in Friedland an der Ostrawitza (Frýdlant nad Ostravicí) ein Bauunternehmen.
Im Jahr 1921 zog Julius Vysloužil nach Troppau (Opava) in die Straße Kylešovská 858/20 und gründete im selben Jahr zusammen mit seinem Bruder Adolf das Bauunternehmen Julius und Adolf Vysloužil mit Sitz in Troppau und einer Niederlassung in Friedland an der Ostrawitza. Julius Vysloužil wohnte später in dem von seiner Firma erbauten Beamtenwohnhaus des Verbandes der tschechischen (land)wirtschaftlichen Genossenschaften (Jednota českých hospodářských společenstev) in der Straße Gudrichova 1258/4. Im Jahr 1924 ließ er ein Haus in der Straße Boženy Němcové 1357/18 errichten und verlegte den Firmensitz dorthin. Julius Vysloužil war auch als Gerichtssachverständiger tätig. Im Jahr 1930 trennte er sich von Adolf, und jeder der Brüder führte sein eigenes Unternehmen – Julius in Troppau, Adolf in Friedland.
In Troppau baute die Firma von Julius Vysloužil neben Wohnhäusern für Staatsangestellte beispielsweise auch die Villa von Miloš Čeleda nach einem Entwurf von Jaroslav Pelán (1933) sowie das Denkmal in Gilschwitz (Kylešovice) für die Schlesische Landesfeuerwehrunion einschließlich eines Reliefs von Rudolf Gudrich, entworfen von dem Bildhauer Vincenc Havel (1933). In Friedland plante seine Firma unter anderem den Um- und Anbau des Sokol-Hauses (1928, 1930) sowie Arbeiterhäuser für die dortige Eisenhütte (1920–1921). Im Jahr 1938 zog Julius Vysloužil nach Brünn, kehrte jedoch nach dem Krieg nach Troppau zurück.
RR
Auswahl weiterer Werke
Außerhalb von Troppau realisierte Bauwerke:
- Ostrava – Slezská Ostrava, Keltičkova 138/2, Rathaus, 1911–1913 (Umsetzung nach den Plänen von Viktorin Šulc)
Literatur
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Jindřich Vybíral, Opavští architekti a stavitelé v letech 1918–1938, Časopis Slezského muzea, série B – vědy historické, 37, 1988, S. 258–265, zde s. 258–259.