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Um das Jahr 1840 begann der Deutsche Orden am südwestlichen Rand des Stadtzentrums, unweit des Konventgebäudes am Pechring (Rybí trh), mit dem Aufbau einer Ordensenklave. Zunächst entstand in den Jahren 1838–1839 eine triviale Klosterschule im Bereich des ehemaligen Zwingers und des alten Zimmerhofs (Beethovenova 179/2). Nach der Wiederbegründung des weiblichen Ordenszweigs im Jahr 1841 wurde für dessen Bedürfnisse gegenüber ein zweistöckiges Klostergebäude mit der Kapelle des hl. Kreuzes errichtet (Beethovenova 235/1). Es grenzte an das sogenannte Heiderich-Krankenhaus, hervorgegangen aus dem ehemaligen Franziskanerkloster (Ostrožná 234/42), in dem die Nonnen arbeiteten. Im Jahr 1883 ließ der Orden nordöstlich des Konvents, an der Stelle der ehemaligen Großen Mälzerei, ein zweistöckiges Gebäude des Ordenskrankenhauses für 45 bedürftige Patienten errichten, das ab 1903 durch einen dreistöckigen Flügel mit Durchfahrt mit dem Kloster verbunden war. Im Jahr 1914 wurde an das Gebäude ein eingeschossiges Ambulatorium angebaut.
Nach dem Ersten Weltkrieg war das Krankenhaus jedoch nicht mehr in der Lage, den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden und die Anforderungen an eine moderne medizinische Versorgung zu erfüllen. Daher beauftragte der Orden die Troppauer Baufirma Karl Werner & Gustav Purde mit der Projektplanung zur Erweiterung und Modernisierung des bestehenden Krankenhausgebäudes. Während der Umgestaltung wurde ein Stockwerk aufgesetzt, ein neuer Gebäudeteil in Richtung der Straße Popská angebaut und ein benachbartes Mietshaus aus dem Jahr 1904 angeschlossen. Alle drei Teile wurden durch eine neue Fassade vereinheitlicht, die an der Haupteingangsfront im Norden mit einer traditionellen Komposition arbeitete: Im Erdgeschoss kamen Bandrustika, ein hervorgehobener Eingangsrisalit, ein Gesims und ein Attikageschoss mit Rundfenstern zur Verwendung. Die Südseite zum Garten wurde hingegen mit offenen Balkonen mit einer Metallkonstruktion bereits im Geist der Neuen Sachlichkeit gestaltet. Der Haupteingang mit dem massiven Vordach auf Kragarmen war zur Straße Popská hin gelegen, die Türen ließen sich elektrisch von der Pforte aus öffnen. Der alte Eingang zur Straße Matiční führte in den Küchenbereich.
Die Raumaufteilung wurde so gelöst, dass die Krankenzimmer und Aufenthaltsräume nach Süden zum Krankenhaus- und Klostergarten ausgerichtet waren, während sich der Arbeitsbereich einschließlich der Operationssäle in der nördlichen Straßenachse befand. Die Kapazität des Krankenhauses erhöhte sich auf 130 Patienten, für die 40 Ein- bis Fünfbettzimmer im ersten und zweiten Obergeschoss zur Verfügung standen. Fast alle Zimmer verfügten über einen direkten Zugang zum Balkon. Bemerkenswert waren die in den Trennwänden eingebauten Garderoben- und Wäscheschränke sowie die eingebauten Waschbecken mit Warm- und Kaltwasser. Im Erdgeschoss befanden sich Ambulanzen für die kostenlose Behandlung und Untersuchung von Augen-, Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, eine hochmoderne Röntgenabteilung zur Untersuchung innerer Organe und für die Radiotherapie, daran angeschlossen eine Praxis für Diathermie (Behandlung mit elektrischem Strom und Bergsonne). Den Ärzten standen zudem zwei hochmodern ausgestattete Labore zur Verfügung. Die Küche mit zugehöriger Ausstattung war ebenfalls modern eingerichtet. Im ersten Stock zur Straße hin lagen Operationssäle, Sprechzimmer und Sterilisationsräume, ebenfalls mit modernster Ausstattung, sowie ein Kreißsaal mit Neugeborenenstation. Im zweiten Stock befanden sich Arztzimmer, eine Apotheke und die Krankenhauskapelle mit Gemälden des Troppauer Malers Adolf Zdrazila. Im Dachgeschoss wurden zwei offene Salons und ein Personalwohnheim mit 20 Betten eingerichtet, im Untergeschoss befanden sich therapeutische Moor- und Kohlensäurebäder sowie eine moderne Wäscherei. So entstand das modernste Krankenhaus der Republik, voll elektrifiziert, mit Telefonen ausgestattet und mit Warmwasser-, Niederdruck- und Hochdruckdampfheizungen beheizt.
In den Jahren 2010–2011 ließ der private Eigentümer das damals ungenutzte und baufällige Gebäude nach dem Entwurf des Architekturbüros Arches (Architekt Jiří Horák) zu Wohn- und Praxisräumen umbauen, sie firmieren heute unter dem Namen MG Residence Elizabeth. Bei diesem Umbau wurde ein Stockwerk mit zwei luxuriösen Wohnungen mit Terrassen angebaut.
RR